Grünzeug

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Welch schöne Weihnachtsüberraschung! 
10.12.2017

Mindestens ein Jahr weniger dicke Luft in Datteln!

Wem bislang die Phantasie fehlte sich vorzustellen, was wirklich aus dem Riesenkühlturm kommt, der hatte in den vergangenen Wochen mehrmals die Gelegenheit zu sehen, wie sich eine riesige schadstoffbehaftetete Qualmwolke auf die Stadt legt. Und hat endlich begonnen, sich zu fürchten.

Doch nun qualmt es nicht mehr. Ganz überraschend(!) gibt es gravierende Probleme mit dem verbauten Stahl. Es wurden Risse an den Schweißnähten festgestellt, sodass der Probebetrieb eingestellt werden musste. Obwohl diese Problematik keineswegs neu, sondern seit Jahren bekannt ist, hat man konzernseitig offenbar keine Bedenken gehabt, die Bevölkerung einem möglichen erheblichen Störfall auszusetzen.

Problemstahl 7 CrMo VTiB 10 10 - wer konnte das bloß ahnen?
Die etwas sperrige Bezeichnung 7 CrMo VTiB 10 10 steht für den 'Super'stahl T24. Der sollte eigentlich den höheren Drücken und Temperaturen standhalten die es braucht, um den mageren Wirkungsgrad von Kohlekraftwerken zu erhöhen und sie damit gesellschaftsfähiger zu machen. Jedoch ist seit mindestens 7 Jahren bekannt, dass der Werkstoff nicht hält, was man sich davon versprochen hat. Bereits 2010 gab es im Kraftwerk Duisburg-Walsum massive Probleme, die zu einer Verzögerung von mehr als zwei Jahren und immensen Kosten führten.

Uniper (vormals eon) baut also seit 2007 auf eigenes Risiko, beklagt, viel zu nah an der Wohnbebauung und mindestens seit 2010 mit dem Wissen, dass T24 nicht den Anforderungen genügt. Liebe Aktionäre, was sagt ihr eigentlich dazu, dass euer Geld immer tiefer versenkt wird?

Interessante juristische Fragen
Neben den immensen Kosten, die nun wieder auf den Konzern zukommen, entstehen auch sehr interessante juristische Fragen. Wie ist es eine solch umfangreiche Änderung genehmigungsrechtlich zu bewerten? Falls der Dampfkessel gegen einen aus herkömmlichem Stahl getauscht werden muss, sind umfangreiche Umbauten am Kesselhaus notwendig. Dazu bedarf es eines neuen Genehmigungsverfahrens, denn auch der Wirkungsgrad und die Emissionen ändern sich.

Ende mit Schrecken statt Schrecken ohne Ende

Vielleicht kann Uniper (oder Fortum oder wem auch immer zukünftig der Pleitenmeiler gehören wird) den gesamten Block an die Chinesen verkaufen. Die wissen, wie man eine Großanlage zerlegt und abtransportiert und wir hätten in ein paar Jahren eine besenreine Fläche, auf der endlich das angesiedelt werden kann, was Datteln wirklich benötigt - Handwerker und kleines Gewerbe. Das bringt Arbeitsplätze und Leben in die Stadt, siehe die Gemeinden nördlich der Lippe. Und das kann Datteln wahrlich gebrauchen. Bis zum Abtransport kann der Kühlturm ja als Projektionsfläche genutzt werden, mit jahreszeitlichen Motiven wie derzeit Sterne und Tannenbäume oder wie bereits 2012 als Werbefläche ...
(mit freundlicher Genehmigung der IG Meistersiedlung)
Dieter Schütz  / pixelio.de
Dieter Schütz  / pixelio.de
Ja, zu einer Gesamtschule in Datteln!
09.12.2017

Die Fraktion der Wählergemeinschaft Die Grünen befürwortet die Gesamtschulkooperation mit der Stadt Olfen seit dem Jahr 2014. Damals war der Versuch gescheitert, eine Sekundarschule in Datteln zu gründen, um die Abwanderung von vielen Dattelner Schülerinnen und Schüler in umliegende Städte abzuwenden. Die Dattelner Eltern wünschten sich für ihre Kinder eine andere Alternative zu den bestehenden Angeboten des dreigliedrigen Schulsystems.

Aus rechtlichen Gründen ist der Aufbau einer eigenen Gesamtschule, als zusätzliches Angebot in der Stadt Datteln, nicht möglich, da ansonsten der Bestand der umliegenden Gesamtschulen (Olfen, Waltrop, ggf. auch RE-Suderwich) gefährdet wäre. Die Einrichtung würde daher von der Bezirksregierung Münster nicht genehmigt. Daher haben wir uns im Dattelner Stadtrat fraktionsübergreifend (mit den Stimmen aller im Stadtrat vertretenen Fraktionen) für eine Kooperation mit der etablierten Wulfhelm-Gesamtschule in Olfen entschieden.
 
Als Standtort wurde einvernehmlich die Hauptschule Hachhausen gewählt, da deren Bestand ohnehin von Jahr zu Jahr gefährdet war - eine Schließung wäre aufgrund der immer weiter rückläufigen Schülerzahlen in den kommenden Jahren unvermeidlich gewesen.
 
Die nunmehr sowohl vom Dattelner, als auch vom Olfener Stadtrat beschlossenene Kooperation sieht mit Beginn des kommenden Schuljahres 2018/19 drei Klassen der Jgst. 5 in Olfen und drei Klassen in Datteln vor. In der Liegenschaft Hachhausen sollen diese Jahrgänge nach und nach aufwachsen, bis durchgängig ein 5.-10. Jahrgang in Dattel und Olfen besteht. Die Raumausstattung und das pädagogische Konzept soll sich in Datteln nach dem bewährten Olfener Standart etablieren.
 
Die Zweigstelle in Datteln hat demnach aus unserer Sicht nur Vorteile:
  • Langfristig müssen die fast 300 Kinder, die bereits heute die Gesamtschule Olfen besuchen, nicht mehr mit dem Bus pendeln.
  • Durch die Einrichtung der insgesamt dann sechszügigen Jahrgangsstufen werden zusätzliche Schulplätze gegenüber dem jetzt fünfzügigen Angebot in Olfen entstehen.
  • Das Personal der Gesamtschule Olfen ist bereits eingespielt. Wir werden in Datteln somit nicht bei Null beginnen, sondern ein eingespieltes pädagogisches Team empfangen.
  • Mit dem Aufbau einer Gesamtschulzweigstelle im Dattelner Schulzentrum wird neben dem Gymnasium eine weitere weiterführende Schulform eingerichtet, die den Besuch einer Oberstufe anbahnt. Die Realschule wird entlastet, da sie in der Vergangenheit etliche in Olfen bislang abgelehnte Bewerber/innen versorgen musste.
  • Nach unserem Kenntnisstand, kann bei der Anmeldung von Dattelner Kindern ggf. auch der Schulstandort Olfen gewünscht werden, was in Einzelfällen (bspw. Geschwister in höheren Jahrgangsstufen) durchaus sinnvoll sein kann.
Es gibt nun nur noch eine Unsicherheit:
Die Einrichtung des Dattelner Standorts hängt von einer Mindestanmeldezahl von 75 Kindern ab. Erst dann kommt die dreizügige Zweigstelle zur Genehmigung. Sollte dies nicht der Fall sein, würde alles beim Alten verbleiben. Olfen bliebe fünfzügig, in Datteln bliebe die Hauptschule als Schulangebot bestehen.
 
Nach einer Umfrage bei den Dattelner Grundschuleltern der jetzt 4. und 3. Jahrgangsstufe gehen wir fest davon aus, dass das zusätzliche Schulangebot von der Schüler- und Elternschaft angenommen wird. Die Zweigstelle wird also zustande kommen, was wir sehr begrüßen! Sollte dies wider Erwarten nicht der Fall sein, wird der Beschluss, die Hauptschule Hachhausen auslaufen zu lassen, automatisch zurückgenommen. Es wird kein Dattelner Kind unversorgt bleiben - was letztlich immer das Ziel unserer Bemühungen für eine attraktive und zukunftsträchtige Schullandschaft für die Stadt Datteln war.
DATTELN  4  IN  NOT
08.12.2017

In Datteln 4 ist Stahl verbaut worden, der den Anforderungen der Erhitzung auf 650 Grad nicht standhält. Das Problem sind die Verschweißungen, mit denen die Rohre nicht dicht zu bekommen sind. Es genügt nicht, die Schweißarbeiten erneut auszuführen, der komplette Stahl muss ausgetauscht werden.

Damit ist nun auch das letzte Argument der Kraftwerksbauer für Datteln 4 geplatzt: der besonders hohe Wirkungsgrad des „modernsten“ Kohlekraftwerks der Welt, denn die anvisierte Energieeffizienz (Nettowirkungsgrad von über 45 Prozent) wird mit normalem Stahl nicht erreicht werden können

Die gute Seite dieser Meldung ist: Die Luft in Datteln bleibt erst einmal so sauber, wie wir und unsere Eltern es seit mehr als 100 Jahren nicht erlebt haben.

Die Kehrseite der Medaille ist aber: Das Gefühl der optischen Bedrohung durch den massigen Kraftwerksklotz bleibt uns weiterhin erhalten, denn die mal wieder erhobenen vernünftigen Forderungen nach dem Abriss des ungeliebten Meilers werden sicherlich erneut ungehört verhallen.

Und: Das Bedrohlichste für die Zukunft unserer Stadt Datteln ist die Tatsache, dass der Mann, der zu Beginn des Entscheidungsprozesses an der Spitze der Dattelner SPD stand und uns alle in dieses Dilemma hineingezogen hat, dass jener Vertreter der maroden Ruhrkohle-Fraktion sich anschickt, erneut im Hintergrund die Strippen zu ziehen, an denen die SPD-Fraktion heute hängt.




STADT  DATTELN  IST  BILANZIELL  ÜBERSCHULDET
30.11.2017

Die CDU ärgert sich über die Ablehnung des Antrags zur Senkung der Grundsteuer B um 30 Punkte (d.i. eine Entlastung von 300.000 Euro für alle Dattelner Bürger).

Die Wählergemeinschaft Die Grünen teilt diesen Ärger nicht; denn:
Wer so weitreichende Anträge, ohne die Möglichkeit einer vorherigen eingehenden Beratung zu eröffnen, erst so kurz vor der Beschlussfassung einbringt, muss damit rechnen, dass die Abwägungsgrundlagen nicht vollkommen geklärt werden können und dass der Antrag deshalb nicht entscheidungsreif sind.

Wer alle Anträge der Wählergemeinschaft Die Grünen zum Haushalt 2018 ablehnt, kann nicht darüber enttäuscht sein, wenn Grüne Anträge der CDU nicht unterstützen.
Wer Entgegenkommen erwartet, muss auch Entgegenkommen zeigen

Und: Solange die Stadt Datteln bilanziell überschuldet ist (Ende 2016 mit 3, 6 Mio. Euro), die Stadt sich also rechtswidrig verhält (Verstoß gegen § 75 Abs. 7 GO NRW), kann/darf der Rat keine Entlastungen für die Bürger beschließen, ohne die Mittel aus dem Stärkungspakt des Landes NRW für arme Kommunen zu gefährden, d.h. leichtfertig preiszugeben. (in 2018: 2,
6 Mio. Euro)


Die Fußgängerzone wird grün
Wählergemeinschaft bezieht in der Hohen Straße ihr neues Quartier

Von Uwe Wallkötter, Dattelner Morgenpost, 30. November 2017

DATTELN. Die überdimensionale Sonnenblume auf Fassade und Schaufenster am Gebäude Hohe Straße 9 ist symbolträchtig. Die Fußgängerzone Dattelns ist grüner geworden. Dort hat die Wählergemeinschaft Die Grünen ihre neue „Parteizentrale“ eingerichtet, um in der Stadt präsenter zu werden. Erfreulicher Nebeneffekt: Damit ist auch ein Leerstand in der City verschwunden.
Seit dem 15. November läuft der Mietvertrag für das frühere Ladenlokal, in dem vor Jahren schon die CDU ihr Fraktionsbüro hatte. Mehr als 20 Jahre hatte die Grünen-Partei ihr Quartier in der Wiesenstraße. „Wir stehen vor einem Generationswechsel“, sagt Theo Beckmann von der Grünen-Fraktion. Die „jungen Wilden“ wie Mohamad El-Zein hätten sich dafür stark gemacht, dass die Partei sich besser und in der Mitte der Stadt präsentieren sollte, erläutert Beckmann. Die Grünen müssen dafür in Sachen Miete zwar etwas tiefer in die Tasche greifen, aber der Mehrwert sei das auf Dauer wert, so Beckmann.
Die Grünen wollen ihre Präsenz in der Innenstadt dafür nutzen, um mit den Bürgern mehr ins Gespräch zu kommen. Das soll ab kommenden Jahr mit regelmäßigen Bürgersprechstunden geschehen, auch Aktionen wie ein Bürgerfrühstück oder Waffelbacken für den guten Zweck seien angedacht, so Mohamad El-Zein.
Kontakt: Tel. 3969367 oder www.gruene-datteln.de
MAHNWACHE  GEGEN  WESTFLEISCH  IN  OER-ERKENSCHWICK
25.11.2017

Grüne, Linke und Tierschützer aus Oer-Erkenschwick, Datteln und Waltrop haben sich am Samstag am Berliner Platz bei den Schweinchen getroffen. Mit Plakaten, Flugblättern, Bannern und Grablichtern haben sie friedlich ihren Protest gegen die geplante Erweiterung von Westfleisch zum Ausdruck gebracht. Mit dabei waren auch Mitglieder der Dattelner Wählergemeinschaft Die Grünen..

Westfleisch will seinen Schlachthof erweitern und die Menge der Schweine, die dort geschlachtet werden, verdoppeln: von aktuell 55.000 Schweine auf 100.000 Schweine pro Woche. Zudem soll dort eine riesige Kuppel über den Schlachthof gebaut werden, die die Emissionen und die Schreie der Tiere schlucken soll. Am 27. November gibt es noch einmal eine Kreistagssitzung.
Deswegen wollten wir mit dem Protest die Mitglieder des Kreistages dazu bewegen, die Schlachthoferweiterung doch noch zu verhindern.

Denn durch die Umsetzung der beantragten Erhöhung der jährlichen Schlachtmenge kommt es im Ostvest zu erheblichen und nachhaltigen Auswirkungen in den Bereichen des Straßenverkehrs, aber auch im Bereich der sozialen Infrastrukturen. Die Belastungen beim CO2-Ausstoß und bei der Feinstaubbelastung würden durch die Verdoppelung des LKW-Verkehrs erheblich ansteigen, und die betroffenen Straßen würden über Gebühr belastet. Dies alles ruft für unsere Region erhebliche Veränderungen mit heute kaum bezifferbaren Ausmaßen hervor.

Hier stellen wir immer frisches Grünzeug vor:
Wir wünschen allen eine frohe Adventszeit 
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