Anpassung an den Klimawandel

Anpassung an den Klimawandel

12.01.2024


„Der Klimawandel ist längst da. Auch in Deutschland spüren wir ihn schon. Wetterextreme wie Hitzewellen oder Starkniederschläge werden häufiger und heftiger. Der Hitze- und Dürresommer 2018 ist nur ein Beispiel dafür. Künftig wird sich dieser Trend noch verstärken. Anpassung an den Klimawandel hilft, besser mit seinen Folgen umzugehen, Schäden zu verringern und existierende Chancen zu nutzen.“ (Umweltbundesamt)

Der regenreiche Dezember 2023 machte einmal mehr deutlich, wie wichtig Anpassungsmaßnahmen gegen ergiebige Regenfälle sind, hier das gut gefüllte Hochwasserrückhaltebecken in Hagem.

Wir sind alle vom Klimawandel betroffen, von Hitze- und Dürreperioden, von bedrohlichen Herbst- und Winterstürmen, von ergiebigen Niederschlägen. Bei uns allen wächst das Bedürfnis, sich den Folgen des Klimawandels anzupassen, schon alleine um unser persönliches Wohlbefinden zu steigern und um unsere individuelle Gesundheit zu schützen. Es ist höchste Zeit, dass wir uns dem Thema stellen, dass die Stadt - angesichts des voranschreitendes Klimawandels - präventive Maßnahmen ergreift.


Klimaanpassung zählt zu den Aufgabenbereichen einer Kommune. Unterstützt vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz unternimmt auch die Stadt Datteln erste Schritte auf dem langen steinigen Weg zur Klimaanpassung. Im vergangenen Juli hat die Klimaanpassungsmanagerin, im Rahmen der DAS-Förderrichtline „DAS-A.1: Erstellung eines integrierten Klimaanpassungskonzeptes für die Stadt Datteln“ ihre Arbeit aufgenommen. Unterstützt wird sie dabei durch das Planungsbüro K.Plan – Klima.Umwelt & Planung GmbH aus Bochum, das damit beauftragt wurde, die Erstellung des Konzeptes sach- und fachkundig zu begleiten.

Im letzten Dezember wurde auf der Seite der Stadt Datteln eine digitale Plattform, die sogenannte „Klimamap“ installiert: als interaktives Werkzeug bietet diese Online-Karte den Dattelner Bürgerinnen und Bürgern bis Ende September 2024 die Möglichkeit, sich aktiv in das Thema einzubringen. Hier können problematisch empfundene Orte markiert und Ideen zur Klimaanpassung geteilt werden. Die Orte zeigen beispielsweise hitzeanfällige Bereiche, Risikostellen bei Starkregen, Hochwasser oder Sturm sowie negative Auswirkungen von Trockenheit auf. Darüber hinaus bietet die Plattform die Möglichkeit, Einträge zu kommentieren und Zustimmung durch ein „Herz“ zu bekunden. Alle Beiträge sind anonym, ergänzende Angaben wie Altersgruppe sind optional. Die Stadt verspricht, dass die dort eingetragenen Hinweise und Vorschläge bei der Erstellung des Klimaanpassungskonzepts Berücksichtigung finden.


Im Rahmen einer Informationsveranstaltung haben in dieser Woche (10.01.) die Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung Frau König (Fachdienstleiterin Umwelt), Klimaanpassungsmanagerin Frau Seidel und die Mitarbeitenden des Bochumer Planungsbüros die interessierten Bürgerinnen und Bürger über das Klimaanpassungskonzept und die Klimamap informiert. Für interessierte Rückfragen bezüglich des Umbaus der Innenstadt stand Frau Ellermann (Quartiersmanagment Datteln) den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.


Eine lebhafte Diskussion brachte im Übrigen den Unmut der Anwesenden über die so zahlreichen Schottergärten in den hiesigen Wohngebieten zum Ausdruck, die vor allem das Kleinklima direkt vor ihren Haustüren beeinträchtigen.

Auf all diesen Wegen sollen Entscheidungsgrundlagen geschaffen und Maßnahmen erarbeitet werden, mit denen sich die Stadt bestmöglich auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten kann.


Die Wählergemeinschaft Die Grünen fordert alle Dattelner Bürgerinnen und Bürger auf, sich an der Erstellung des Klimaanpassungskonzeptes rege zu beteiligen. Diese Teilnahme mag helfen, die dringend notwendigen Anpassungen an den Klimawandel erfolgreich anzugehen.

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